Zitate, 50er Jahre bis 80er Jahre

50er Jahre

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1953
Ich hatte schon mal Autogramme geben müssen. Doch was sich hier tat, überstieg alle Erwartungen, selbst die Kühnsten!
Als hätte ich schon geahnt, was mir bevorstand, hatte ich zu Hause noch einmal probiert, wie mein Name wohl am besten aussieht.
Romy Schneider, so mit einem Kringel oder einfach so: Romy Schneider.
Bis jetzt musste ich doch immer, wenn ich irgendeinen Brief unterschieb und besonders bei allen offiziellen Sachen, mit Rosemarie Albach unterschreiben. Und jetzt plötzlich: Romy Schneider.
Es hatte sich gelohnt, dass ich zu Hause ein paar Stunden Schnellschreiben geübt hatte.
Immer nur meinen Namen, dass Mammi mich ganz komisch anschaute, als sie plötzlich überraschend ins Zimmer kam und mich bei meiner stupiden Tätigkeit erwischte. Aber was tut man nicht alles, um berühmt zu werden.


26. November 1954
"Die Erinnerung ist oft das Schönste im Leben, glaube ich."

"Ein seltsames Gefühl: wenn ich jetzt auf die Straße gehe, dann stoßen sich manchmal die Leute an und sagen: "Ist das nicht die Romy Schneider ?" Und dann gucken sie mich an. Das ist schön. Und doch wieder richtig traurig. Manchmal fühle ich mich hin- und hergerissen. Einmal bin ich stolz, daß es so ist, und einmal wünschte ich, ich könnte mich mal in eine richtige Kneipe setzen und Würstl essen, ohne daß jemand zuschaut und kontrolliert, wie ich es mache und ob ich auch richtig und gesittet esse.
Wenn nicht, warum wohl ?"


1955
"Wann ich wohl heiraten werde ? Und vor allen Dingen wen !?
Es ist ein seltsames Gefühl, zu wissen, daß derjenige bereits irgendwo lebt und arbeitet
oder faulenzt und auch noch nichts von seinem Glück ahnt !
Das Leben ist spannend."


1957
Als ich den Film Sissi hinter mir hatte, war mir eins klar:
Deine Lehrlingszeit ist vorbei - jetzt fangen die Gesellenjahre an.


(Als noch ein vierter „Sissi“-Film gedreht werden sollte, lehnte Romy ab.
Selbst ein Angebot von einer Millionen DM in bar konnte sie nicht umstimmen.)


1962
"Ich habe vor nichts auf der Welt Angst. Nur vor mir."


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"Verdammt noch mal, mein Privatleben gehört mir ganz allein."


"Es gibt drei Menschen, die mein Leben entscheidend verändert haben. Alain, Viscont und Coco Chanel."


"Eine günstige Gelegenheit ergreift man nicht zaghaft; man packt sie beim Schopf und baut sie aus,
mit Fleiß...Talent ist nichts weiter als Liebe zur Sache.“


1963
Ich brauche einen Platz für mich, mit einem Zimmer für mich allein.


Und an die Wände dieses Zimmers werden ich Fotos all der Menschen hängen, die ich geliebt habe und die ich liebe.


Der wichtigste Mann in meinem Leben war und ist Alain Delon. Wenn ich ihn brauche, ist seine Hand immer für mich da .... Auch heute noch ist Alain der einzige Mann, auf den ich rechnen kann. Er würde mir jederzeit helfen. Nur Alain hat mich als Frau geformt. Er hat mich zwar verlassen und mir einen großen Schmerz zugefügt, doch dadurch bin ich gereift.


18.12.1963
Trennung von Alain Delon
Er hat mich unentwegt betrogen. Ich war zu Dreharbeiten in Amerika. Ich kam zurück, die Wohnung in der Avenue de Messine war leer, niemand mehr da. Da stand ein Rosenstrauß, daneben lag ein Zettel, da stand drauf: Ich bin mit Natalie nach Mexiko, alles gute Alain.


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1966
Ich möchte gern noch einmal Mutter werden, das ist schon lange mein Traum.
Es ist ein Leben, das für mich den Frieden verkörpert, Familie und Geborgenheit ...
(Am 3. Dezember 1966 morgens 9.06 Uhr wird Romys Sohn geboren.
Er erhält den Namen David-Christopher Haubenstock.)


Ist das nicht toll, so ein kleiner Bursche? Ich bin in diesen Burschen vernarrt. Gegen ihn bin ich machtlos.
Deshalb habe ich auch mit Harry ein Abkommen getroffen.
Er erzieht den Kleinen, und ich gebe mir Mühe, den Jungen nicht allzu sehr zu verwöhnen.


Jetzt fängt mein Leben überhaupt erst an. David verwöhne ich fürchterlich.
Ich kann einfach nicht streng mit ihm sein. Er bringt mich ständig zum Lachen.
Gott sei Dank hat Harry eine festere Hand.


Ich werde mein Kind einfach lassen.
Wenn es anfängt, schöpferische Phantasie zu entwickeln, Intelligenz, lasse ich ihn, wenn es gehen will, lasse ich es gehen.
Das mögen große Wort sein, aber ich werde meinem Kind die Freiheit lassen, die es braucht.


Ich lasse mich gern von meinem Mann führen.


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1968
Ich bin in meinen Sohn David vernarrt. ich brauche den jungen ebenso wie er mich braucht.


1969
„Die Dinge des Lebens“ ist einer meiner liebsten Filme, er berührt mich immer wieder, ohne in seiner Wirkung nachzulassen ..
weil er nicht veralten kann. Ich singe hier mit Michel Piccoli ein Chanson von Jean-Loup Dabadie.


Mit meinem Privatleben Schlagzeilen zu machen, das habe ich nie gemocht - wirklich nicht.


Mich interessieren nur künstlerische Filme.


17. März 1969
"Delon ? Nichts ist kälter als eine tote Liebe."


1970
Claude Sautet und ich, wir haben zueinander absolutes Vertrauen, und seit „Die Dinge des Lebens“ mögen wir uns immer mehr. Ich habe mit sehr berühmten Regisseuren gedreht, doch am tiefsten empfand ich das Vertrauen zu ihm und die „Dinge des Lebens“, die man miteinander teilt. Ich möchte, dass unsere Freundschaft so bleibt, dass sie nicht anders wird und dass auch ich nicht anders werde.
Er hat mich die Dinge des Lebens gelehrt – er hat mir etwas über mich selbst beigebracht.


"Ich kann nichts im Leben, aber alles auf der Leinwand."


"Das Nicht-Leichte ist das Reizvolle."


"Einmal bist Du oben, und dann bist du unten und wirst wie eine heiße Kartoffel zertreten."


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"Es hat immer Momente gegeben, wo ich vom Drehen nach Hause kam, ausgelaugt, fertig.
Da habe ich mich oft sehr allein gefühlt und wußte nichts mit mir anzufangen.
Das ist immer häufiger der Fall."


Es interessiert mich, jemanden zu spielen, der ganz anders ist als ich.


"Frauen lieben es gar nicht, Klatsch weiterzuerzählen. Sie wissen nur nicht, was sie sonst damit tun sollen."


1971
Ich fühle mich am wohlsten, wenn ich drehe.


"Manchmal muß man einfach nach seiner Nase gehen.
Auch wenn man sie sich dabei mal einschlägt."


"Ich habe nur Angst vor mir selbst."


1972
(Romy Schneider über Sissi)

„Sissi bappt an mir wie Grießbrei“ sollte Romy später einmal über ihre Sissi-Rolle sagen. Zwar brachten ihr die Filme in jungen Jahren Starruhm ein, aber sie haderte mit ihrem „Sissi“-Image und wollte verhindern, dass sie nur auf einen Rollentyp festgelegt wird.

Der Film „Sissi“ (1955) wurde von über 6 Millionen Menschen in Deutschland und Österreich gesehen. Aufgrund dieses grandiosen Erfolges wurden noch zwei weitere Teile gedreht: „Sissi, die junge Kaiserin“ (1956) und „Schicksalsjahre einer Kaiserin“ (1957) - allerdings gegen den Willen Romys, die sich in dieser Rolle wie in einem Korsett fühlte: „Für das Publikum hieß ich „Sissi“, für die Produzenten war ich die leibhaftige Verkörperung der süßen, unschuldigen, kaiserlichen Hoheit. Ich ganz allein schien zu wissen: Ich war keine Sissi. Ich habe Sissi gespielt, aber ich ähnelte dieser Traumfigur im Leben überhaupt nicht.“

„Ich bin dankbar. Für den Erfolg. Für die herrliche Zeit mit dem Regisseur Ernst Marischka und seiner Frau, die mich wie eine zweite Mutter behandelt hat. Auch für das Geld, das den Grundstock meines Vermögens bildete und mich unabhängig gemacht hat. Ich habe die Sissi gern gespielt - keine Frage. Und trotzdem: ich wollte nicht, dass man mich mit der Rolle identifiziert. Ich fühlte mich abgestempelt.“

Als noch ein vierter „Sissi“-Film gedreht werden sollte, lehnte Romy ab. Selbst ein Angebot von einer Millionen DM in bar konnte sie nicht umstimmen.

Diese Weigerung war für Romy Schneider wie ein Befreiungsschlag. Sie gewinnt an Selbstbewusstsein und nahm ihr Leben selbst in die Hand. Mit ihrer ersten großen Liebe Alain Delon ging sie kurze Zeit später nach Paris. Dort begann eine neue Karriere der vielseitigen Schauspielerin. Es folgten Filme, die in eine ganz neue Richtung gingen und sie zur anerkannten Charakter-Schauspielerin werden ließen.

Es war daher für sie eine künstlerische Herausforderung, 1972 noch einmal, diesmal unter der Regie des großen Luchino Visconti, die Rolle der Elisabeth zu spielen. Jetzt konnte sie Sissi als selbstbewusste, unabhängige Frau interpretieren:

„Zwischen der Sissi von einst und meiner heutigen Rolle gibt es nicht die geringste Gemeinsamkeit. Nie wieder wollte ich nach den „Sissi“-Filmen in ein historisches Kostüm steigen. Und nun tat ich es doch. Ich werde diese Rolle, den Charakter dieser Frau zum erstenmal wirklich spielen.“


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1974
Man muss viele Leidenschaften haben in seinem Leben.
Es ist zu kurz. als dass man so was nur einmal erleben sollte.


Ich habe vier Lehrer: Visconti, Welles, Sautet und Zulawski.


30. Oktober 1974
Ich wehre mich gegen Indiskretion. Mein Privatleben möchte ich so weit wie möglich abschirmen.
Über meine Arbeit gebe ich jederzeit Auskunft.
Die Rolle in Le Train ist die beste, die mir in den letzten Jahren angeboten wurde.
Ich bin ausgewandert, weil man mir außer Sissi nichts zu bieten hatte. Mir wird immer alles gleich als Landesverrat ausgelegt.
Wäre ich damals nicht nach Frankreich gegangen, hätte ich diese Entwicklung nie durchmachen können.
Wenn ich aus Deutschland einen Stoff angeboten bekomme – egal ob für den Film oder die Bühne -,
und ich finde ihn interessant, werde ich ihn jederzeit annehmen.


"Manchmal muß man einfach nach seiner Nase gehen. Auch wenn man sie sich dabei mal einschlägt."


1975
Ich möchte gern noch einmal Mutter werden, das ist schon lange mein Traum.
Es ist ein Leben, das für mich den Frieden verkörpert, Familie und Geborgenheit ...


18. Dezember 1975
Ich hatte meine Ängste, er hatte seine Ängste. Ich dachte, das wird etwas Kurzweiliges werden.
Und nun haben wir uns heute die Ringe an die Finger gesteckt.
Ich habe mein ganzes Leben versucht, Mann, Kinder, Beruf, Erfolg, Geld, Freiheit, Sicherheit, Glück unter einen Hut zu bringen.
Das erste Mal bin ich gescheitert. Mit Daniel versuche ich es wieder.

(In der Silvesternacht 1975, kurz nach der Hochzeit, kommt es zu einem schweren Autounfall. Auf der Strecke zwischen Deauville und Paris gerät Biasini mit seinem Benthley in einen Auffahrunfall, Romy auf dem Beifahrersitz, prallt mit dem Kopf an die Frontscheibe und erleidet einen Schock. Die Folge ist eine Fehlgeburt.)

„Ich wünsche mir, trotz der Fehlgeburt im Januar, ein weiteres Kind.“

21. Juli 1977
Geburt von Sarah Magdalena Biasini
Sarah kommt als Frühgeburt durch einen Kaiserschnitt in der Klinik L‘ Oasis in Gassin bei Saint-Tropez auf die Welt. Sie wird in das Kinderkrankenhaus „Lenval“ nach Nizza gebracht und kommt in der Spezialabteilung für Frühgeburten in einen Brutkasten.)


1977
Ich finde, wir vier – Daniel Biasini, Sarah, David und ich – sind wirklich eine perfekte Familie.
Ich bin froh, dass das Kind gesund zur Welt gekommen ist. Aber ich bin auch sicher, dass es mein letztes sein wird.


Ruhm hat seinen Preis. Ich zahle, womit alle zahlen müssen, dass man keine Ruhe hat.
Dass man auf alles achten muss, was man sagt. Was man tut. Ich achte eben nicht genug darauf.
Im Leben bin ich eine ziemlich schlechte Schauspielerin.


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Es gibt nur ein Leben, und ich will es leben.


Der wichtigste Mann in meinem Leben war und ist Delon.


Ende April 1979
In „Eine einfache Geschichte“, diese Frau verstehe ich, weil sie viel von meinen eigenen Gefühlen in sich trägt. Heute ist es so, als ob ich Sissi eins ausgewischt hätte. Ich sah so aus, als dächten die Leute, dass ich meine Krone in der Tasche bei mir tragen würde. Missverständnisse sind nie auszuschließen. Selbst in der besten Rolle. Man sieht sich anders, als man von Regisseuren gesehen wird, und anders, als einen das Publikum sieht. Warum kann ich nicht einem Schriftsteller wie Driest in aller Öffentlichkeit sagen, dass ich ihn mag! Ich meine den Künstler, den Schreiber. Gleich heißt es, ich hätte ihm eine Liebes-Erklärung gemacht, ein unsittliches Angebot.
Warum lässt man mich nicht in Ruhe? Ich kann nicht reden, wie man es von mir erwartet. Es heißt, dass ich einen schlechten Charakter habe, weil ich keine Frau bin, die immer nur ja sagt. Wenn ich die Brauen hochziehe, sehe ich bestimmt böse aus. Ich frage mich nur, was die anderen mit meiner Freiheit anfangen können? Sie gehört doch mir.


1979

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Eine Schauspielerin sollte nur nach ihren Rollen beurteilt werden.
Über meine private Hausschwelle lasse ich keinen Fotografen mehr.


In „Eine einfache Geschichte“, diese Frau verstehe ich, weil sie viel von meinen eigenen Gefühlen in sich trägt.


Heute ist es so, als ob ich Sissi eins ausgewischt hätte.
Ich sah so aus, als dächten die Leute, dass ich meine Krone in der Tasche bei mir tragen würde.


1980
Ich mag das Wort Star nicht, ich will nur gut arbeiten können.


Ich will lernen, mich entwickeln, erfahren was in mir ist.


23. April 1981
Im Moment bin ich zu kaputt..
Ich hasse dieses Sissi-Image. Was gebe ich den Menschen schon außer immer wieder Sissi.
Sissi? Ich bin doch längst nicht mehr Sissi, ich war das auch nie.
Ich bin eine unglückliche Frau von 42 Jahren und heiße Romy Schneider.


1981
Zu meinem vierzehnjährigen Sohn David habe ich eine sehr tiefe Bindung aus Liebe und Achtung. Für mich ist er ein herrlicher Gefährte.
Er begeistert sich für meinen Beruf, und er scheut sich nicht, mir Ratschläge zu geben oder mein Französisch zu verbessern, wenn ich in der Aufregung einer Szene über eine Vokal zu stolpern drohe. Möglicherweise will auch er Schauspieler oder Regisseur werden, doch ist im Augenblick seine einzige Sorge das Tennis. Er nervt mich gerade mit einem Trainingslager. Und er hat recht, ich mag es, wenn er so enthusiastisch ist.


5. Juli 1981
Der Tod Davids

(David verbringt den Sonntag bei den Großeltern Biasini in der Rue Lorraine im Pariser Vorort Saint Germain-en-Laye. Er kommt am Nachmittag nach Hause. Das zwei Meter hohe Tor ist verschlossen, und er klettert auf die Mauer, um über das Gitter zu springen. Er rutscht ab und stürzt in die schmiedeeisernen Spieße. Sie durchbohren seinen Unterleib. Im Centre Hospitalier stirbt er noch am gleichen Abend an den Folgen der tödlichen Verletzungen.)

Ich habe den Vater begraben –
Ich habe den Sohn begraben –
ich habe sie beide nie verlassen und sie mich auch nicht


1981
1977 habe ich erklärt „Ich bin 50 Filme“, so wie man sagt: „Ich bin 50 Jahre“.
Ob es mein Höhepunkt ist? Darauf kann ich nicht antworten.


Für mich ist die Spaziergängerin von Sans-Souci mehr als nur ein Film.
Sehr viel mehr!


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Ohne Jahresbestimmung:

" Ich ganz allein schien zu wissen: Ich war keine Sissi. Ich habe die Sissi gespielt,
  aber ich ähnelte dieser Traumfigur im Leben überhaupt nicht."

* Frauen lieben es gar nicht, Klatsch weiterzuerzählen. Sie wissen nur nicht, was sie sonst damit tun sollen.

* Es ist besser ,kurz und schön als lange und in Maßen zu leben.

* Ich habe mein Schicksal selbst geschmiedet, und ich bereue nichts.


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* Ich muß immer bis zum Äußersten gehen, selbst wenn es nicht gut ist.

* Ich liebe es ,bis an die Grenzen des Möglichen zu gehen, im Beruf wie im Gefühlsleben.

* Ich bedauere nichts! Man muß viele Leidenschaften haben in seinem Leben,
  es ist zu kurz ,als daß man so etwas nur einmal erleben sollte. 



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